Donnerstag, 14. Dezember 2006

Björk Gudmundsdottir

Björk, das zierliche, schöne Mädel mit der zerbrechlichen, gefühlvollen Stimme.
Weckte starke Erinnerungen.
An Island.
Meinen Kindheitstraum.
Es ist schon ne Weile her, als ich mir diesen erfüllte.
Kramte in alten Photos und schwelgte.
Land aus Feuer und Eis.
Wild, karg und schön. Berge, Seen, Steine, Steine, Steine, Eis und Wind.
Und die Mitternachtssonne.
Nachts spazierengehen im Zwielicht.

In heissen Schwefelquellen baden, den kalten Wind um die Nase.
Versteckte, liebevoll angelegte Gärtchen in der erstarrten Lavawüste entdecken.
Mit Trollen, Kobolden und Gespenstern spielen.


All diese entrückten Bilder schwingen mit, wenn ich Björks
Gesängen lausche.

Björk - Violently Happy [mp3]


































Mittwoch, 13. Dezember 2006

Ladies Night - Konstanzer Chippendales

Naja, ganz so knackich waren die Jungs heute abend im Theater nicht, aber immerhin zauberten sie eine äusserst muntere, fast ausgelassene Stimmung unters weibsenlastige Publikum.
Mit Witz, Esprit und offensichtlicher Spielfreude forderten die Schauspieler die sonst eher zurückhaltenden Konstanzer Theatergucker zu wahren Klatsch- und Lachorgien auf - wirklich - man sehe und staune!

Ein Lob an die Theatermacher, solche Inszenierungen machen das Theater wieder für ein breitgefächertes Publikum zugänglich, wie der vollbesetzte Saal unschwer erkennen liess.

Hingehen > schauen > freuen!

Es war ein nettes, amusantes Stück, so richtig was für's Mädelsherz und eine schöne Abwechslung in der hektischen Vorweihnachtszeit.

Dienstag, 12. Dezember 2006

Clann Zu

Und wieder hat sich ein Leckerbissen aus der Kategorie "sperrige Musik" in meinem Netz verfangen.
Der Name "Clann Zu" stammt aus dem Gälischen und bedeutet "Familie aus dem Zoo", wohl eine Anspielung auf den bunt zusammengwürfelten Mix der Truppe mit unterschiedlichster musikalischer Herkunft. Australier, ein Ire, ihr belgischer Manager und ein kanadisches Label produzieren einen Musikstil, der sich in kein Genre einordnen lässt. Eine Mischung aus Post-Rock, keltischer und irischer Folklore, Dark Wave und düsterem Indie-Rock, gepaart mit Elementen aus Jazz und Klassik, die Songtexte häufig politisch ambitioniert, vorgetragen mit Gitarre, Violine, Bass, Drums, Bodhran und Declan De Barra's ausdrucksvoller Stimme - das ist der Stoff, aus dem Clann Zu's Klangwelten gewoben sind.

"Klängen Mogwai so, wenn sie frühmorgens nicht aus schottischen, sondern irischen Pubs torkeln und verkatert mit dem friedlosen Geist von Tim Buckley ein Album aufnehmen würden? Oder doch Nick Cave, wenn er seine Bad Seeds gegen Godspeed You Black Emperor tauschen würde?" schreibt Tonspion.

Leider hat sich die Gruppe 2005 aufgelöst, Declan De Barra ist daraufhin endgültig nach Irland zurückgekehrt und hat eine Solokarriere gestartet.

Alles in allem ein interessantes Hörerlebnis, welches abenteuerlustige Ohren vorraussetzt.

Words for Snow[mp3]
Clann Zu - Sailor[mp3]

Sufjan Stevens

Sufjan Stevens gefühlvolle, manchmal etwas bösartige Balladen sind sicher nichts für maistreamverbeulte Ohren. Seine Klangwelten sind verspielt, schön, schräg und voller Poesie. Das aktuelle 5-teilige Werk des zwölf Instrumente spielenden Songwriters "Songs for Christmas" enthält auch Gitarrenriffe und Texte für ein "stimmungsvolles Singalong rund um die familiären Eruptionen."

Eine nette Hintergund-Geschichte zu seinen Weihnachtsliedern gibts hier im Zeit-Blog nachzulesen: "Sockenbrand".
Über ein anderes ehrgeiziges Projekt des Künstlers, jedem der 50 Bundesstaaten der USA eine eigene Platte zu widmen, kann man in "Landesseelenkunde" weiterlesen.

We Are What You Say[mp3] ...Simon, ick hör dir gar funkeln...