Samstag, 30. Dezember 2006

Die Katze aus dem Sack

Christa, hier isse, unsere Glückskatze.
Lad runter, welche Dir am besten gefällt.
Oder alle.
Oder wie auch immer.
Guten Morgen.



































































Freitag, 29. Dezember 2006

Beirut...

...oder was macht ein 20jähriger Amerikaner in seinem Schlafzimmer? Musik - was sonst!
Was Zach Condon mit ‚Gulag Orkestar‘ da auf die Beine bzw. auf die Scheibe gestellt hat, ist schon sehr beeindruckend.
Ein Novum für mich: es gibt tatsächlich gitarrenfreie Musik, die hörenswert ist:

MOUNT WROCLAI [mp3]

Neulich irgendwo im Netz gefangen, reingehört und heute morgen hat der Postmann 5 mal geklingelt - dann war sie mein. Beirut - Orient meets Okzident.
Ohne diese Platte kommt man leider nicht über den Winter...

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Nina Hagen - Seemann


Irgendjemand Schlaues sagte heute: "Man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Neujahr zu, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten." Glück? Arbeit? Sorgen? Muskeln oder ganz profan der Speck? Was oder wen auch immer er mit "man" gemeint haben könnte, es klingt logisch.
Gehört - getan, bzw. nicht getan.
Die Arbeit und die familiären Verpflichtungen distanzieren sich zwischen den Fresstagen und dem Jahreswechsel ganz deutlich von mir. Mein Nachwuchs versucht sich derweil beim fernen Almöhmi mit den freundlichen Rachenlauten in der alpinen Schneeresteverwertung.
Endlich Musse, in alter Musik zu kramen und die Klampfe zu traktieren. Nach langer Abstinenz machte ich mich mal wieder an den apokalyptisch Hagenden Seemann ran und kramte das Video aus, siehe oben.
Lange nicht mehr gehört, aber immer wieder ein Ohrenschmaus, diese finnischen Apokalyptiker mit ihren Celli-Stakkati.
Spielen, bis die Fingerkuppen glühen und der Magen knurrt. Der Kühlschrank ist voll, der Wille ist schwach. Aber da war doch was..."Jedes Lebewesen braucht einen Antrieb, um sich zu bewegen, und neben dem Hunger und der Fortpflanzung bewegte uns bisher eigentlich nur die Gefahr.", siehe unten. Die Gefahr - schliesslich passieren die meisten Unfälle im Haushalt - und der Hunger bewegten mich und pflanzten mich fort an einen anderen schönen Ort. Ins Pub, wo sich meine Geschmacksknöspelchen und mein Magen mit einem schuhsohlengrossen Steak anfreundeten und das Guinness vor Freude schäumte.


Apokalyptika - Resurrection[mp3]

"Seid überzeugt, dass das Geheimnis des Glücks die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber der Mut ist".

Seven Souls











"Das ist das Echo der Evolution: Jedes Lebewesen braucht einen Antrieb, um sich zu bewegen, und neben dem Hunger und der Fortpflanzung bewegte uns bisher eigentlich nur die Gefahr."

Material - Ineffect [mp3]

"You have to be in hell, to see heaven".
William Burroughs

William Burroughs lieferte aus seinen "Western Lands" die Lyrics zu diesem Album.

Weiterlesen über: Bill Laswell

Einer läuft noch...puh, geschafft











"Free at last!", cried Santa.
then, he ran and ran...

Montag, 25. Dezember 2006

Say it loud - I'm black and I'm proud

"Der Funk ist eine anrüchige Angelegenheit. Mit fumet bezeichnete man im alten New Orleans die Geruchsmischung aus Schweiß und Rauch in den Bordellen. Recht bald wurde daraus der Slang-Begriff funky. In der Frühzeit des Jazz umschrieben Musiker damit eine langsame, lasziv verzögerte Spielweise: der perfekte Soundtrack zum Geschlechtsverkehr. Es sollte allerdings eine Zeit dauern, bis das Adjektiv zu einem Substantiv und somit zur Bezeichnung eines eigenen Stiles werden sollte."


Der Geburtshelfer des Funk, Mr Dynamite James Brown, der sich selbst auch gern Godfather of Soul nannte, verstarb 73jährig an
einer Lungenentzündung in Atlanta.

In ärmliche Verhältnissen aufgewachsen, schaffte er mit unermüdlichem Arbeitswillen bald den steilen Weg an die Spitze der amerikanischen Soul-Musik und wurde in den 60er Jahren zu einem der bestverdienenden Künstler der US-Musikindustrie.
Mit seiner bewegten Biografie und seinem schillernden, aufwändigen Lebensstil sorgte er immer wieder für Schlagzeilen.

---

Obwohl sich von James Brown nur wenige Scheiben in mein Archiv verirrten und seine Musik nie zu meinen absoluten Favoriten zählte, begleiteten Hits wie Sex Machine und It's A Man's World meine Jugend und wecken, heute gehört, Erinnerungen an manch wild durchtanzte Nacht.

Your music enriched my life - your Soul may rest in peace, man.
I'm real [mp3]

Weihnachtliche Staustaffel


Der Weihnachtsvogel
- noch etwas blass ums Brüstchen -
kurz vor dem Bad im Feuerwasser...






...frisch gebadet und gebräunt aus der Röhre,
tritt er sich selbst in den Hintern...







...mmhhh...
...mampf...
...r...









Schöne Bescherung!











Zeit für den wilden,
irschen Miskey...










...mit Jingle Malt schrägt sich
der heilige Abend zu Ende.










Stille Nacht,
vom Baumfrosch bewacht.

Sufjan Stevens - That Was The Worst Christmas Ever! [mp3]

...not really - that was the best Christmas ever :-)

Sonntag, 24. Dezember 2006

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Alter schützt vor Jugend nicht

Kurzprotokoll:
"Ahahalter! Alter, er kann sich auf nix anderes konzentrieren, Alter.
Und dann der Schmerz, Alter." "Als ich Kind war Alter, war ich mit meinen Alten mal in Venedig Alter, der Karneval dort ist voll edel Alter. Die laufen da alle mit Schnabelmasken rum, Alter. So voll mit schwarz und weiss und Federn, Alter. Voll krass, Alter."
"Hey, Alter, meine Katze, die hört in der Musik viel mehr, Alter, ganz andre Frequenzen Alter, voll den Beat."
"Alter, Musik Alter, wenn ich alle meine Musik am Stück hören würde Alter, dann könnt ich, habs mal ausgerechnet Alter, 10 Tage am Stück Musik hören, voll krass Alter!"

Diese gebetsmühlenhafte Würdigung des Alters, Alter, mussten meine trashverbeulten Hörknöchelchen heute abend unfreiwillig erlauschen Alter. Während der Zubereitung meiner legendären Knobi-Honig-marinierten Hühnerbeine für die morgige Firmenendjahressause. Neben der Zimmertür meines pubertierenden Ablegers im Freundeskreis, Alter. Alter, ich sag dir Alter, mir sind dabei fast die Ohren abgefallen Alter!

Ween - Bananas & Blow [mp3]

Im Zeichen des Steinbocks



Es war ein schöner Abend.
Wir erzählten uns Geschichten.
Wir sangen Lieder.
Ich vergass die Zeit.

Driftin [mp3]

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Emilia Torrini

Sass ich neulich im Wartezimmer von Doc Schiessmichtot.
Was es da im Allgemeinen und Speziellen für 10 Öre Eintritt zu schmökern gibt, haut einem nicht grade vom harten Plastestühlchen. Üblicherweise nehm ich zu solchen Events "Zeit" mit oder Buch. Hatte ich verbaselt. So ganz ohne, fächer ich mich durch "Bild der Frau", "Stern", "Goldene Gesundheit", "Bla", "Brigitte" und "Blabla" durch. Hm. Ganz unten drunter "Spex". Naja. Endlich was zu lesen. Immerhin, für Wartezimmerverhältnisse fast revolutionär. Ich blätter hin und her, dann bleib ich an der Rezension über Emilia Torrini hängen. Nie zuvor gehört, was ich lese, klingt interessant. Den "Gollum Song" in Herr der Ringe 2 hat sie gesungen. Aha. Hätte man wissen können. Da werd ich ins Sprechzimmer gerufen. Mist! Nach 1 Stunde schon! Ich hab doch noch gar nicht ausgelesen. Egal, das Heft schlepp ich mit, schliesslich dauerts meistens noch, bis der Guru sich wohlwollend meiner WWchen annimmt. Denkste! Fast ausser Atem, als wenn der Teufel hinter ihm her wär, stolpert er zur Tür rein, fragt nicht "was fehlt Ihnen" sondern "was lesen Sie da?" Hm. Nein, auf gar keinen Fall ist die Zeitschrift von ihm. Muss ein Patient vergessen haben. Wir unterhalten uns. Über Musik. Doc Schiessmichtot ist nicht nur passionierter Profinadelstecher sondern auch begeisterter Hobby- Gitarrespieler. Über das Leseangebot in den Praxen. Über dies und über das. Am Ende notiert er sich "Spex abonnieren".
Gut. Gut, sehr gut.
Hier ist sie, Emilia Torrini. Nein, sie ist NICHT Björk. Aber sie ist Isländerin.
Sunny Road [mp3]

Montag, 18. Dezember 2006

Gibt es einen Weihnachtsmann?

Obgleich die periodisch auftretende Frage nach der Existenz des Weihnachtsmannes wohl nie gänzlich wird geklärt werden können, sollte man dieses Thema, welches die Geister der Nation gerade in der Adventszeit beschäftigt, nicht aus dem täglichen Gedankengut verbannen. Die folgenden Überlegungen sollen dem Leser helfen, sich gezielt mit dem Thema auseinander zu setzen, wobei ein abschließendes Urteil jedem Leser selbst überlassen werden soll

1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit die Möglichkeit einer der Existenz bisher unbeschriebener fliegender Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18 Jahren) auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl = 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei der durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser unter der Annahme, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern, und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stopps gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt ist (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3000fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: Das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug, der Ulysses Space Probe, fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Auch wenn der Name "Rentier" hier und da für Verwirrung sorgen mag, ein gewöhnliches, handelsübliche Rentier schafft höchstens 24 km pro STUNDE.

4) Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das zehnfache des normalen Gewichtes ziehen könnte, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das Vierfache des Gewichtes des Luxus-Passagierschiffs "Queen Elizabeth".

5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand. Dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, etwa so wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 Trillionen Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt. Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

Noch Fragen? Joy To The World [mp3]

Diese wissenschaftliche Abhandlung hat sich im Spinnennetz verfangen bei: www.weihnachten.de

Sonntag, 17. Dezember 2006

Kalt erwischt...

...hat sie uns doch noch, die jahreszeitlich bedingte Seuche.
Der heimtückische Erreger vom Stamme Backterus Adventus Plätzilus nistet sich erst im Gehirn ein, breitet sich dann im Körper aus und befällt im Endstadium den Backofen und die ganze Küche.
Die schweren Symptome machen sich vor allem als Überreizung der Geruchs- und Geschmackssinne bemerkbar, die bei sofortiger Therapie durch Aufessen des Auswurfs in eine harmlosere Form der leichten Übelkeit übergehen.

Einigermassen erholt zog ich dann meine geblümte Kittelschürze an und kochte uns Hilde's Putenpfanne.
Dabei sangen wir entspannt Jolene [mp3]

Samstag, 16. Dezember 2006

Adventszoo













Wen treibt es so spät durch Nacht und Wind, auf den Glühweinmarkt geschwind?
Es war die Mutter mit ihrem Kind.
Hunger und Faulheit trieb sie fort, an diesen leutseeligen, schönen Ort.
Sie assen beim Inder, gierig und lustvoll, wie kleine Kinder.
Flott noch ein Blick hin zu den Waren, ein Schweineengel war's, mit Haaren.
Der grinste und grunzte und flog hinein, in den kleinen Rucksack vom
Kindelein.
Nun ist er mein und hängt im Zimmer, und bringt uns Glück,
na klar, für immer.


Dann kam Es...es kam her, frass kreuz und quer und frass am Schluss die Kiste leer.
Ist's gefährlich oder ist es nur rund?
Ich sah keine Augen und seh keinen Mund.
Draussen vom Walde kam es her, ich muss euch sagen, es schnurret gar sehr!

Bjork-Hidden Place

Donnerstag, 14. Dezember 2006

Björk Gudmundsdottir

Björk, das zierliche, schöne Mädel mit der zerbrechlichen, gefühlvollen Stimme.
Weckte starke Erinnerungen.
An Island.
Meinen Kindheitstraum.
Es ist schon ne Weile her, als ich mir diesen erfüllte.
Kramte in alten Photos und schwelgte.
Land aus Feuer und Eis.
Wild, karg und schön. Berge, Seen, Steine, Steine, Steine, Eis und Wind.
Und die Mitternachtssonne.
Nachts spazierengehen im Zwielicht.

In heissen Schwefelquellen baden, den kalten Wind um die Nase.
Versteckte, liebevoll angelegte Gärtchen in der erstarrten Lavawüste entdecken.
Mit Trollen, Kobolden und Gespenstern spielen.


All diese entrückten Bilder schwingen mit, wenn ich Björks
Gesängen lausche.

Björk - Violently Happy [mp3]


































Mittwoch, 13. Dezember 2006

Ladies Night - Konstanzer Chippendales

Naja, ganz so knackich waren die Jungs heute abend im Theater nicht, aber immerhin zauberten sie eine äusserst muntere, fast ausgelassene Stimmung unters weibsenlastige Publikum.
Mit Witz, Esprit und offensichtlicher Spielfreude forderten die Schauspieler die sonst eher zurückhaltenden Konstanzer Theatergucker zu wahren Klatsch- und Lachorgien auf - wirklich - man sehe und staune!

Ein Lob an die Theatermacher, solche Inszenierungen machen das Theater wieder für ein breitgefächertes Publikum zugänglich, wie der vollbesetzte Saal unschwer erkennen liess.

Hingehen > schauen > freuen!

Es war ein nettes, amusantes Stück, so richtig was für's Mädelsherz und eine schöne Abwechslung in der hektischen Vorweihnachtszeit.

Dienstag, 12. Dezember 2006

Clann Zu

Und wieder hat sich ein Leckerbissen aus der Kategorie "sperrige Musik" in meinem Netz verfangen.
Der Name "Clann Zu" stammt aus dem Gälischen und bedeutet "Familie aus dem Zoo", wohl eine Anspielung auf den bunt zusammengwürfelten Mix der Truppe mit unterschiedlichster musikalischer Herkunft. Australier, ein Ire, ihr belgischer Manager und ein kanadisches Label produzieren einen Musikstil, der sich in kein Genre einordnen lässt. Eine Mischung aus Post-Rock, keltischer und irischer Folklore, Dark Wave und düsterem Indie-Rock, gepaart mit Elementen aus Jazz und Klassik, die Songtexte häufig politisch ambitioniert, vorgetragen mit Gitarre, Violine, Bass, Drums, Bodhran und Declan De Barra's ausdrucksvoller Stimme - das ist der Stoff, aus dem Clann Zu's Klangwelten gewoben sind.

"Klängen Mogwai so, wenn sie frühmorgens nicht aus schottischen, sondern irischen Pubs torkeln und verkatert mit dem friedlosen Geist von Tim Buckley ein Album aufnehmen würden? Oder doch Nick Cave, wenn er seine Bad Seeds gegen Godspeed You Black Emperor tauschen würde?" schreibt Tonspion.

Leider hat sich die Gruppe 2005 aufgelöst, Declan De Barra ist daraufhin endgültig nach Irland zurückgekehrt und hat eine Solokarriere gestartet.

Alles in allem ein interessantes Hörerlebnis, welches abenteuerlustige Ohren vorraussetzt.

Words for Snow[mp3]
Clann Zu - Sailor[mp3]

Sufjan Stevens

Sufjan Stevens gefühlvolle, manchmal etwas bösartige Balladen sind sicher nichts für maistreamverbeulte Ohren. Seine Klangwelten sind verspielt, schön, schräg und voller Poesie. Das aktuelle 5-teilige Werk des zwölf Instrumente spielenden Songwriters "Songs for Christmas" enthält auch Gitarrenriffe und Texte für ein "stimmungsvolles Singalong rund um die familiären Eruptionen."

Eine nette Hintergund-Geschichte zu seinen Weihnachtsliedern gibts hier im Zeit-Blog nachzulesen: "Sockenbrand".
Über ein anderes ehrgeiziges Projekt des Künstlers, jedem der 50 Bundesstaaten der USA eine eigene Platte zu widmen, kann man in "Landesseelenkunde" weiterlesen.

We Are What You Say[mp3] ...Simon, ick hör dir gar funkeln...

Sonntag, 10. Dezember 2006

Zum Wochenstart der gute alte Klassiker

Little Sir Bob Geldof



I don't like Mondays[mp3]








Cold Turkey - Rezeptempfehlung Weihnachtsessen

Hurra, das alljährliche Truthahnfest nähert sich!
Dieses Jahr werde ich uns ein wenig Dramatik ersparen, das hektische Truthahnsuchspiel in letzter Minute entfällt. Der Kerl ist schon fast im Topf, ähm, im Netz - will sagen, in der Einkaufstüte. Gestern bestellt, es gibt kein Entrinnen. Bleibt dann nur noch das heilige Vorheiligabendritual im Fass - die Whiskyprobe.
Immer munter rein mit den Malts - ein echter Geheimtipp und eine Hilfe fürs Ablegen des zerschlissenen Adventsnervenkostüms und zum Aufbau einer entspannten Feststimmung.

Hier das Rezept: Truthahn mit Whisky

Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilogramm (für 6 Personen) und eine
Flasche Whisky. Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen.

Truthahn salzen, pfeffern, mit Speckstreifen belegen, schnüren und
etwas Olivenöl hinzugeben. Ofen auf 200°C einstellen. Dann ein Glas
Whisky auf gutes Gelingen trinken. Anschließend den Truthahn auf einem
Backblech in den Ofen schieben. Nun schenke man sich zwei schnelle
Gläser Whisky ein und trinke nochmals auf gutes Gelingen.

Nach 20 Minuten den Thermostat auf 250°C stellen, damit es ordentlich
brummt. Danach schenk man sich nochmals drei Whisky ein.

Nach halm Schdunde öffnen, wenden unn den Braten
überwachn. Die Fisskieflasche ergreiff unn sich eins hinner die Binde
kipp. Nach 'ner weitern albernen Schunde langsam bis zzum Ofen
hinschlenderen uhd die Trute rumwenden. Drauf achten, sisch nitt die
Hand zu Vabrenn an die Schaiss-Ohfndür. Sisch waidere ffünff odda
siehm Wixki innem Glas sisch unn dann unn so. D'Drute weehrent drrai
Schunn'nt (iss auch egal) waiderbraan unn all ßehn Minud'n pinkeln.

Wenn üerntwi möchlisch, ßumm Trathuhn hinkrieschn unn den Ohwn aus'm
Viech ziehn. Nommal ein Schlugg geneemign uhd anschliesnt wida
fasuchen, das Biest rauszukriegen. Den fadammt'n Vogel vom Bodn
auffläsen unn uff'ner Bladde hinrichten. Uffbasse, dass nit
Ausrutschen auff'm schaißffettichn Kühnbodn. Wenn sisch droßdem nit
fameidn fasuhn wida aufßuschichtnodersohahaisallesjaeeehscheißegaal!!!

Ein wenig schlafen.

Am nächsten Tag den Truthahn mit Mayonnaise und Aspirin kalt essen.

Viel Spaß beim Nachkochen

Hommage an die Berge und an Claudia

Zwischenbilanz einer 20jährigen Freundschaft.

Liebe Claudia, es ist nicht einfach, in Worte zu fassen, was mir durch Kopf und Herz geht, ich sag einfach danke. Danke für dieses Bild - eine Hommage an die Berge und unsere gemeinsame Liebe zu diesen wilden Schönheiten. Und danke, für die lange Freundschaft, die unverwüstlich wie ein Fels in der tosenden Brandung steht. Wir haben dieses Jahr gemeinsam die Alpen überquert und ich wünsch mir, dass wir noch einige Hügel und anderes gemeinsam bezwingen werden.
Es war ein toller Abend mit Dir - und: pfleg mir die Knochen, Mädel ;-)
Claudia, es ist schön, dass es Dich gibt!

Samstag, 9. Dezember 2006

PJ Harvey und Nick Cave

KT Tunstall sagte über Nick Cave: "Thank God there are characters like Cave in this world."
Und laut.de schrieb: " Zu behaupten, dass Nick Cave aus jeder Pore seine Körpers Charisma ausströmt, wäre wahrscheinlich noch eine Untertreibung."

Henry Lee[mp3]


Dem würde ich gerne zustimmen,
leider kenne ich bisher nur sein Charisma akustika aus den Boxen, das Cave live Charisma aus den Poren blieb mir bislang versagt.