Mittwoch, 10. Oktober 2007

Mittwochs-Füllosophie
























Wer seinen Schatten sieht, ist noch nicht tot - er kann aber auch nicht darüberspringen, was die Beschränktheit des Seins aufzeigt.

Tocotronic - Mein Ruin [mp3]
Tocotronic - Kapitulation [mp3]

9 Kommentare:

Shadow Thief hat gesagt…

Sehr kryptisch ... Hinter "sieht" fehlt ein Komma.

Hide hat gesagt…

Danke, du Dieb ;-)
Krüptisch, aber nicht unlösbar.
Die Schatten sind ganz schön lang, wenn die Sonne tief steht...

Rainer hat gesagt…

Guten Morgen

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Zu guter Letzt
Der Schatz

Der Stoffel wankte frohbewegt
Spät in der Nacht nach Haus.
Da ging, wie das zu kommen pflegt,
Ihm seine Pfeife aus.
Wer raucht, der raucht nicht gerne kalt.
Wie freut sich Stoffel da,
Als er ganz dicht vor sich im Wald
Ein Kohlenfeuer sah.
Die Kohlen glühn in einem Topf.
Der frohe Stoffel drückt
Gleich eine in den Pfeifenkopf
Und zieht als wie verrückt.
Wohl sieht er, wie die Kohle glüht,
Nur daß sie gar nicht brennt.
Da überläuft es sein Gemüt,
Er flucht Potzsapperment.
Das Wort war hier nicht recht am Platz.
Es folgt ein Donnerschlag.
Versunken ist der Zauberschatz
Bis an den jüngsten Tag.
Die Pfeife fällt vor Schreck und Graus
Auf einen harten Stein.
Ein Golddukaten rollt heraus,
Blitzblank im Mondenschein.
Von nun an, denkt der Stoffel schlau,
Schweig ich am rechten Ort.
Er kehrte heim zu seiner Frau
Und sprach kein einzig Wort.

So seh ich in Betriebsamkeit
Das hübsche Ungeziefer
Und rauche während dieser Zeit
Mein Pfeifchen tief und tiefer.
Aus: Duldsam

Er kennt kein weibliches Verbot,
Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.
Aus: Der Einsame

Drei Wochen war der Frosch so krank!
Jetzt raucht er wieder. Gott sei Dank!
Aus: Die beiden Enten und der Frosch

Mein Vater war Krämer, klein, kraus, rührig, mäßig und gewissenhaft; stets
besorgt, nie zärtlich; zum Spaß geneigt, aber ernst gegen Dummheiten. Er
rauchte beständig Pfeifen, aber, als Feind aller Neuerungen, niemals
Zigarren, nahm daher auch niemals Reibhölzer, sondern blieb bei Zunder, Stahl
und Stein oder Fidibus.
Aus: Wilhelm Busch: Von mir über mich (1893): über seinen Vater

Rainer hat gesagt…

Bin heute am spamen :-))

Tocotronic ist klasse.
Der Text von denen
"Gitarrenhändler, ich hasse euch alle" Das spricht mir zutiefst aus der Seele.
Darum kaufte ich viele Gitarren online. Da musste ich diese Verkäufer nicht sejen :-))

Hide hat gesagt…

@rainer
ich mag die meisten deutschen Texte nicht, vielleicht weil die deutsche Sprache einfach nicht schön klingt.
Gesungen schon gar nicht, ist aber nur meine Meinung. Vielleicht auch, weil die Texte meist völlig humorlos sind. Ansonsten find ich Tocotronic auch nicht schlecht.

Rainer hat gesagt…

Nun, ich war ja mal glühender Neue-Deutsche Welle Fan. Die Texte von S.Y.P.H und Fehlfarben kann ich fast auswendig und fast jeden Tag kommt mir eine Textzeile in den Sinn. Zum Beispiel:

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Über uns da wohnt er nun, nicht als Fernsehen, hockt blöd rum.
Auch die Schweine haben Beine, doch Her Walter, der hat keine.
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Na ja, da kann man jetzt streiten drüber ob das gut oder schlecht ist.

Und ich mag die Stimme und die Texte von Peter Hein, Fehlfarben.
Wen ich auch wichtig finde. Annette Humpe und ihre Schwester.
Annette liebt Vocale:
„Ich düse, düse im Sauseschritt“ schrieb sie für DÖF.

Deutsch Amerikanische Freundschaft, die waren auch mal bekannt. „Der Mussolini“
Wusste lange nicht, dass Gabi und Robert, die zwei Mitglieder, stockschwul sind :-).
Obwohl man es den Lieder anhört, dass da was nicht stimmt mit den zwei.

Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten hatte vor kurzem einen lobenden Artikel im SPEX.

Klar, deutsch gesungen klingt hart und nach Nazi. Udo Lindenberg verschleierte dies immer. Er sang eher ein Slang Deutsch und vernuschelte viel.
Ein Peter Hein oder ein Blixa Bargeld machen das nicht. Sie wissen sicher wie sie klingen und wollen mit ihren Texten, inhaltlich vielleicht sogar, den Klang der deutsche Sprache beim Gesang, von Gedanken an Nazi lösen.

Oh Gott, ich versuchte mich klar aus zu drücken.
Verzeih Hilde …..

Anonym hat gesagt…

Hier ein sehr schöner deutscher Text:

Mängisch da hocki eifach da
stiere stundelang d'Dilli a
luege i nesGlas wo so läär isch wie I
dänke zrügg a Zyte wo's nümme git
u de dänke ni mangisch... shit
I wett es chönnt nomau so si
ä so wi denn woni no wild bi gsi
ha gmacht was I wott u nüt dänkt derbi
s'dünkt mi s'sött wider mau so si

I hätt no viu blöder ta
ätt nüt a mir verbi gah lah
weni denn scho gwüsst hätt gha
das I di Zyt nid für immer ha...

Mängisch da hani eifach gnue
dänke blaset mir i d'Schue
jitz gahni wäg vo da
I mache mi doch hie nid kaputt
choufe äs Ticketu flüge furt
ä so wi nis denn gmacht ha
ä so wi denn woni no wild bi gsi
ha gmacht was I wott u nüt dänkt derbi
s'dünkt mi s'sött wider mau so si

I hätt no viu blöder ta
ätt nüt a mir verbi gah lah
weni denn scho gwüsst hätt gha
das I di Zyt nid für immer ha...

Gruss, Egon

Hide hat gesagt…

@anonymer Egon
schwitzertytsche Textli vom Wildi Ross sind äbbed lässig, die find i no schuurig cool

Egon hat gesagt…

säg nüüd ....